„Ich will Verbote!“

Eine ziemlich provkante Überschrift. Ich las sie neulich im feed von „DIE ZEIT“. Sie machte mich neugierig und so las ich den entsprechenden Artikel, den ich dir hier ans Herz legen möchte.

Der Ruf nach mehr Verboten ruft erst einmal jede Menge Menschen auf den Plan, die sich gegängelt fühlen, in ihrer Freiheit eingeschränkt. Ich kann das nicht verstehen, denn Freiheit findet im Inneren statt und wenn ich mich innerlich frei fühle, ist mir ein Verbot egal. Und wenn das Verbot gut begründet ist, ist es eher eine Orientierung und ich bin dankbar dafür, dass ich nicht jedes Mal selbst meinen inneren Schweinehund äh Schweinehündin überwinden muss.

In diesem Sinne hier die ersten Zeilen dieses auch humorvollen und selbstironischen Artikels:

„Wir leben über unsere Verhältnisse. Deshalb brauchen wir jemanden, der uns auf die Finger haut. Anders ist die Welt nicht zu retten,“ sagt Sebastian Dalkowski, der Autor dieses provokanten, aber sehr klugen Artikels, in Heft 7/2017 „DIE ZEIT“ erschienen.

„Es war die Gabel. Ein kurzes, weißes, vierzackiges Stück Plastik. Allen Autofahrern, Mobiltelefonbesitzern, Steakessern und Christian Lindners, die mir in den nächsten Minuten einen Vogel zeigen werden, antworte ich deshalb: Sagt, was ihr wollt, aber habt ihr mal die Gabel gesehen?

Eigentlich hatte ich im Supermarkt nur einen Salatkopf kaufen wollen. Das Unglück war, dass ich vorher an der Kühltheke mit den in Plastik verpackten Fertigsalaten vorbeikam. Blätter, Cocktailtomaten, Mais, Putenbruststreifen, Dressing im Plastikbeutelchen. Aufreißen, zusammenkippen, durchmischen, essen. Sogar an eine Gabel hatte der Hersteller gedacht.

Nichts davon hätte ich gebraucht.

Einen Salatkopf kann ich selbst zerlegen. Dressing zusammenrühren auch. Erst recht besitze ich eine eigene Gabel. Ich wollte den Salat schließlich zu Hause essen. Trotzdem dachte ich: Ist doch praktisch, mehr Zeit für mich. Zwei Packungen legte ich in den Korb. Einen Tag später erneut. Die Gabeln warf ich in den Müll. Und ich werde es wieder tun.

Wir alle werden es wieder tun: Sachen konsumieren, die nicht sein müssten. Weil wir bequem sind. Weil wir glauben, sie zu brauchen. Weil unsere Freunde sie auch haben…“

Weiterlesen kann man den Artikel unter http://www.zeit.de/2017/07/konsumverhalten-nachhaltigkeit-vernunft-verschwendung-bequemlichkeit.

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